Guthmannshausen – recht radikales Gedenken

Am 28.11.2018 veröffentlichte die “Welt” einen Bericht darüber, dass die AfD-Landesvorsitzende Doris von Sayn-Wittgenstein für den “Verein Gedächtnisstätte” in Guthmannshausen geworben hat. Seitdem gibt es im Landesverband Schleswig-Holstein über diesen Verein eine rege Diskussion, deren Auswirkungen bis in den AfD-Bundesvorstand reichen. Letzterer betreibt mittlerweile gegen Sayn-Wittgenstein ein Parteiausschlussverfahren.

Mir gänzlich unverständlich ist die Haltung mancher Parteikollegen, die an diesem Verein nichts verwerfliches finden und dem Bundesvorstand vorwerfen, unrecht zu handeln. Befeuert wird die Kritik am Bundesvorstand auch durch mehrere Mails des AfD-Landesvorstands Schleswig-Holstein, mit denen die Mitglieder ausgesprochen einseitig informiert werden.

Gleichzeitig vermisse ich die konkrete Auseinandersetzung mit diesem Verein, seinen Zielen und seinem Personal. Dabei ist der rechtsradikale Charakter dieses Vereins leicht durch eigene Recherche festzustellen. Man muss sich nur ein wenig durch das Internet googeln.

  • Was hat Doris von Sayn-Wittgenstein in 2014 über den Verein Gedächtnisstätte geschrieben?
  • War DSW in diesem Verein selbst Mitglied?
  • Was sagt der Verfassungsschutz über den Verein Gedächtnisstätte? Und ist dessen Urteil nachvollziehbar? Oder handelt es sich nur um politische Stimmungsmache gegenüber den Vertriebenen?
  • Wird DSW vom Bundesvorstand politisch verfolgt, weil sie sich für die Vertriebenen einsetzt?
  • Was ist über das Spitzenpersonal des Vereins bekannt? Wer hat den Verein gegründet? Welche Rolle spielt dabei die nett lächelnde Holocaust-Oma Ursula Haverbeck? Und was ist über das sonstige Spitzenpersonal des Vereins bekannt?